der menschvor mehr als drei dekaden erblickte ich in schwedt, einer nahe der polnischen grenze gelegenen „stadt des sozialistischen aufbaus“ das licht der welt. von der viel zitierten ostdeutschen „mangelwirtschaft“ bekam ich wenig mit – zum einen, weil meine eltern mir so ziemlich jeden wunsch von den augen ablasen, und zum anderen wohl, weil die stadt als wichtiger industriestandort der ddr eine gewisse versorgungspriorität besaß.

meine mutter meint, ich hätte meine kreative ader von ihrem großvater, der komponist war. als kleinkind waren es ihrer aussage nach klassische konzerte im fernsehen, die mich fesselten … später dann, und daran kann ich mich noch erinnern, der plattenspieler meiner eltern und der kassettenrecorder. läge man eine der kassetten ein, die wir damals auf dem weg in den ungarn-urlaub im auto hörten – ich könnte noch heute jedes lied mitsingen. weitere belege für eine gewisse musische begabung könnten mein frühes interesse an tanz und lyrik gewesen sein, lang bevor hiphop dem ganzen eine struktur und einen inhalt gab.

mein „nerdtum“- oder nennt es „basteltalent“ oder meinetwegen auch „handwerkliches geschick“ – verantwortet wohl mein vater, obwohl er mit der mikroelektronik wohl eher weniger am hut hat. wie dem auch sei: meine ersten eigenen computer wurden sehr schnell für die musik eingesetzt – und so schließt sich dann wohl der kreis.

meine ersten problemlösungen, die wohl später zu meinem beruf führen sollten, galten dabei der konfiguration und performance-maximierung des pcs im homestudio. vor den pcs besaß ich einen c64 und eine amiga 600 – beide besitze ich noch (bzw. wieder) und sie sollen mittelfristig wieder bestandteile meines heimstudios werden, so es mir die zeit erlaubt.

der menschmeine teenage-jahre waren geprägt von all den typischen konflikten, die man als anhänger einer urbanen subkultur in einer provinziellen kleinstadt zu erwarten hat. alles, das aus dem mainstream hervorblitzte, musste sich mit großem idealismus gegen eine übermacht von springerstiefeln und opportunisten durchsetzen. das schlug sich inhaltlich in der musik nieder und prägt auch heute noch mein weltbild.

ende 1998 zog ich nach berlin. hier machte ich nach einigen versuchen, das musikalische zu professionalisieren, auch meine berufsausbildung. heute arbeite ich als systemadministrator. es gibt nicht viele, die ihren job als erfüllend bezeichnen würden, aber ich fühle mich wohl in meiner tätigkeit, die deutlich mehr umfasst als das technische. dass es eine nicht zu unterschätzende soziale komponente in diesem job gibt, passt nicht so recht ins klischee, aber … es ist so.

neben dem werken ist der „mensch mészi“ auch stolzer vater einer mittlerweile siebenjährigen tochter, und es ist fast schon gruselig, wie ähnlich sich das ehemalige kind und sein spross geworden sind. das leben hat eine neue perspektive bekommen, und das wort „zukunft“ ein gesicht…