rawdisks in vmware server und virtualbox

[ geschrieben am 10.08.2010 in blog: der maschinist | tags: #, #, #, #, # ]

für system- und softwaretests nutze ich gern die kostenlosen virtualisierungslösungen vmware server und oracle virtualbox. über die snapshotfunktion kann man schnell verschiedene konfigurationsoptionen ausprobieren und problemlos wieder rückgängig machen. nun musste ich auf die daten einer festplatte zugreifen, dessen hostcomputer das zeitliche gesegnet hatte – ein physikalischer rechner war nicht verfügbar und ein direktes lesen unter windows dank dessen fehlender unterstützung des ext3-filesystems nicht möglich … also musste eine virtuelle linux-maschine die aufgabe übernehmen.

interessanterweise lassen vmware die nutzer ihres kostenlosen vmware server diesbezüglich im regen stehen. wer nicht das kostenpflichtige vmware workstation oder aber esx/esxi/vsphere nutzt, kommt nur auf umwegen (z.b. so) ans ziel.

nundenn, workstation kostet eine nicht unwesentliche stange geld … esxi bedürfte eines separaten pcs, den ich wie gesagt gerade nicht hatte … also mal schauen, was die macher von virtualbox so anbieten … et voilà: virtualbox kann, was ich suchte! 🙂

der vorgang ist im online manual von virtualbox beschrieben: Using a raw host hard disk from a guest. da es sich in meinem falle um einen windows-xp-host handelte und das VBoxManage-kommando nicht im pfad stand, musste ich den beschriebenen vorgang etwas variieren:

  1. zunächst natürlich den pc herunterfahren und die festplatte anschließen.
     
  2. sobald windows xp gestartet und man eingeloggt ist, muss die datenträgerverwaltung über rechtsklick auf arbeitsplatz > verwalten oder den befehl diskmgmt.msc geöffnet werden. dort wird der einzubindende datenträger herausgesucht. uns interessiert die ziffer hinter „datenträger“, in meinem falle „datenträger 0“ – also die „0„.
     
  3. nun wird die eingabeaufforderung mit dem befehl cmd geöffnet und ein „diskettenimage“ erstellt, das die physikalische festplatte repräsentiert:
    C:\Programme\Oracle\VirtualBox\VBoxManage internalcommands createrawvmdk -filename "C:\Dokumente und Einstellungen\meszi\.VirtualBox\HardDisks\festplatte.vmdk" -rawdisk \.PhysicalDrive0
     
  4. das erstellen des „images“ sollte nicht lange dauern und mit der meldung „RAW host disk access VMDK file festplatte.vmdk created successfully.“ quittiert werden.
     
  5. dieses „image“ muss nun noch in virtualbox via datei > manager für virtuelle medien eingebunden werden und ist dann als massenspeicher in neue oder bestehende virtuelle maschinen einbindbar.
     

in meinem falle wurde nun ein minimales linux system installiert (ubuntu-mini-iso, 12.5 MB), die eingebundene festplatte „readonly“ gemountet und die daten auf ein anderes system migriert.

fertig. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.