komprimiertes filesystem auf pcs mit geringer festplattenkapazität (z.B. eeepc 701 4g)

[ geschrieben am 30.11.2018 in blog: der maschinist | tags: #, #, #, #, #, #, # ]

folgende situation: ein altes „eeepc 701 4g“ netbook soll genutzt werden. der versuch, ein windows xp zu installieren, würde dank der kleinen festplatte (4 gb) kaum sinn machen, denn spätestens, wenn man das updatepack nachschiebt, wird auch das letzte byte der verbleibenden kapazität aufgebraucht. also fällt die wahl auf linux…

im konkreten fall wäre es natürlich möglich, eine mini-distribution wie tiny core linux zu installieren. allerdings ist mir das für den dauereinsatz ein stück weit zu frickelig. also nutzen wir ubuntu in der aktuellsten version.

die mini.iso ist schnell heruntergeladen und der usb-stick zur installation mittels unetbootin oder etcher erstellt. bei der installation wird folgendes partitionsschema gewählt:

dev mountpoint kapazität filesystem
/dev/sda1 /boot 0.1 gb ext3
/dev/sda2 / 3.7 gb btrfs

auf eine swap-partition wird verzichtet.

bei der wahl der software wird „ssh-server“ und „lubuntu minimal installation“ gewählt. mehr ist erst mal nicht notwendig. nach abschluss der installation sind 1.2 gb freier speicherplatz auf der festplatte übrig.

nun wird das dateisystem der root-partition komprimiert:

eeepc@ubuntu:~$ sudo init 3
eeepc@ubuntu:~$ screen
eeepc@ubuntu:~$ cd /
eeepc@ubuntu:~$ sudo btrfs filesystem defragment -clzo -r /

 
es wird einige fehlermeldungen bzgl. files geben, die geöffnet sind. das ist normal.

im anschluss wird noch die /etc/fstab angepasst, dass sie so aussieht…

eeepc@ubuntu:~$ cat /etc/fstab | grep btrfs
  UUID=d1758c13-8f15-4316-95e4-bf254b503508  /  btrfs  defaults,compress,subvol=@  0 1
  UUID=d1758c13-8f15-4316-95e4-bf254b503508  /home  btrfs  defaults,compress,subvol=@home  0 2

 
…und das system wird rebootet.

nach dem ganzen vorgang sind 2.1gb frei – man hat also 900 mb speicherplatz gewonnen.

nun kann man noch ein paar leichtgewichtige anwendungen nachziehen, z.b. mc als dateimanager, abiword und gnumeric als office-anwendungen, den webbrowser dillo … und fertig ist der spaß.

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